Das Leben durch Achtsamkeit wieder bewusst wahrnehmen

Im Moment liegt das Geheimnis - im Hier und Jetzt liegt Ruhe und Schöpferkraft

Nach Kabat-Zinn, J. (1995) ist Achtsamkeit eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit, wobei die Aufmerksamkeit
1. absichtsvoll,
2. nicht wertend und
3. auf das bewusste Erleben des Augenblicks gerichtet ist. 

Üben wir Achtsamkeit, dann nehmen wir wieder bewusst wahr und haben quasi einen Überblick über das, was in uns "die Schranke passiert“. Problem sind nicht die Ereignisse die uns geschehen, die Dinge mit denen wir konfrontiert sind, sondern unsere Bewertungen derselben, welche die Probleme erst verursachen.

Wenn wir die Probleme, Traumatisierungen, Belastungen wahrnehmen, ist das ein erster Schritt, um aus dem Stresskarussell auszusteigen.

In der Meditation lassen sich dann diese „Gewahrseinsschleier“, die unsere klare Sicht behindern durch zunehmende Erkenntnis des wahren Seins aller Dinge, auflösen. Dadurch entsteht geistige Gesundheit.

 

In der buddhistischen Literatur findet man den Begriff „Leid“ (Dukkha ) unter anderem auch mit „Stress“ übersetzt.

 

Alle Phänomene, mit denen wir konfrontiert werden, sind an sich neutral. Nur durch Bewertung werden sie positiv oder negativ.

 

(Erkenntnis der Quantenphysik: Ein Teilchen erhält seinen Ladungszustand, positiv oder negativ, nur durch die Beobachtung durch einen Beobachter)

Wer achtsam lebt, dem werden mehr und mehr die durch Sozialisation entstandenen Bewertungsstrukturen bewusst und er gewinnt dadurch Handlungsspielraum, indem er nicht immer wieder in die „Falle“ tappt.

Er kann freier entscheiden und reagiert auf Reize (Trigger) von außen, nicht mehr mit dem quasi automatisch ablaufenden, erlernten, oft negativ besetzten Mustern.

Sind wir im gegenwärtigen Augenblick, dann grübeln wir nicht, sind nicht schon im Kopf woanders, oder interpretieren Dinge.

Wir sind im Idealfall absolut präsent in dem, was wir gerade tun oder erleben.

Wem es gelingt, mehr und mehr achtsam zu leben, dem ist es möglich, eine Vielzahl von Stressoren zu entschärfen und so den individuellen Stress zu modulieren.